Der Landstuhler Bruch: warum die Gründung hier zählt
Der Landstuhler Bruch ist eine rund 67 Quadratkilometer große ehemalige Niedermoorsenke, zwanzig Kilometer lang und stellenweise sieben Kilometer breit. Um 1800 war er nur über Knüppeldämme passierbar. Durch Torfabbau und Entwässerungsmaßnahmen ist der Grundwasserspiegel heute stark abgesenkt und der Torf weitgehend abgebaut — der Untergrund bleibt trotzdem organisch geprägt und setzungsempfindlich.
Für Bauherren heißt das: Was auf tragfähigem Sandstein selbstverständlich funktioniert, kann hier zu ungleichmäßigen Setzungen führen — mit Rissen im Mauerwerk als sichtbarem Ergebnis. Gründung, Bodenaustausch und Wasserhaltung während der Bauzeit gehören deshalb an den Anfang der Planung, nicht ans Ende. Wir sagen Ihnen beim Ortstermin offen, wenn wir vor einer Baugrunduntersuchung keine belastbare Aussage treffen können.


